SIEM-Beratung: Security Information and Event Management bei SECURAM Consulting

Solutions

SIEM — Security Information & Event Management

Sicherheitsereignisse zentral erfassen, korrelieren und auswerten. SECURAM berät herstellerunabhängig bei Auswahl, Implementierung und Betriebsoptimierung Ihrer SIEM-Lösung.

Abschnitt 01

Warum SIEM strategisch relevant ist

SIEM steht für Security Information and Event Management. Das Prinzip: Sicherheitsrelevante Ereignisse aus unterschiedlichen IT-Systemen werden zentral gesammelt, normalisiert und korreliert. Im Ergebnis entsteht ein konsolidiertes Lagebild, das Angriffe sichtbar macht, die in isolierten Log-Dateien unerkannt geblieben wären.

Die strategische Relevanz hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Laut dem BSI-Lagebericht 2024 stuft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Bedrohungslage als „angespannt bis kritisch“ ein. Ransomware-Gruppen operieren zunehmend arbeitsteilig, die Verweildauer im Netzwerk (Dwell Time) kann Wochen bis Monate betragen. Ohne korrelierte Ereignisauswertung bleibt der Angriff oft bis zum Verschlüsselungszeitpunkt unbemerkt.

Ein SIEM ersetzt keine Sicherheitsmaßnahmen. Es macht sichtbar, ob die vorhandenen Maßnahmen wirken.

Genau darin liegt der Kern: SIEM ist kein Sicherheitsprodukt im klassischen Sinn, sondern ein Erkennungswerkzeug. Es beantwortet die Frage, ob die vorhandenen Schutzmaßnahmen tatsächlich greifen, ob Anomalien auftreten und ob Vorfälle rechtzeitig erkannt werden.

Abschnitt 02

Regulatorische Anforderungen an Logging und Monitoring

Der regulatorische Druck auf nachweisbares Logging und Monitoring hat spürbar zugenommen. Mehrere Regelwerke fordern explizit die Fähigkeit, Sicherheitsereignisse zu erfassen, zu korrelieren und auszuwerten.

Regulatorische Anforderungen an SIEM

  • NIS-2 Art. 21 Abs. 2 lit. b
  • DORA Art. 10 (IKT-Logging)
  • ISO 27001 Annex A.8.15, A.8.16
  • BSI IT-Grundschutz OPS.1.1.5

NIS-2 (Richtlinie (EU) 2022/2555, Art. 21 Abs. 2 lit. b) verpflichtet betroffene Unternehmen zu Maßnahmen für die Bewältigung von Sicherheitsvorfällen. Ohne strukturiertes Logging ist eine wirksame Vorfallbehandlung nicht möglich. DORA (Verordnung (EU) 2022/2554, Art. 10) fordert von Finanzunternehmen ein systematisches IKT-Logging. Die ISO 27001 formuliert in Annex A.8.15 und A.8.16 konkrete Anforderungen an Protokollierung und Überwachung.

Ein SIEM ist de jure keine gesetzliche Pflicht. De facto ist es allerdings die einzige skalierbare Möglichkeit, diesen Anforderungen in der Praxis gerecht zu werden.

Abschnitt 03

SIEM-Architektur und Use Cases

Die Architektur eines SIEM-Systems folgt einem dreistufigen Modell: Datenerhebung (Log-Quellen anbinden), Datenverarbeitung (Normalisierung, Parsing, Anreicherung) und Analyse (Korrelation, Alerting, Dashboarding). Jede Stufe hat eigene Anforderungen an Konfiguration und Betrieb.

Log-Quellen

Die Auswahl der Log-Quellen bestimmt, was das SIEM überhaupt sehen kann. Typische Quellen umfassen Firewalls, Proxy-Server, Active Directory, Endpoint-Detection-Systeme, Cloud-Plattformen und Applikationslogs. Die Priorisierung erfolgt nach Risikobewertung: Systeme mit hohem Angriffsrisiko oder hohem Schutzbedarf werden zuerst angebunden.

Use Cases

Ein SIEM ohne Use Cases ist ein teures Log-Archiv. Use Cases definieren, welche Ereignismuster als sicherheitsrelevant gelten und einen Alert auslösen. SECURAM arbeitet mit einer erprobten Use-Case-Bibliothek, orientiert an MITRE ATT&CK:

Typische SIEM Use Cases

  • Brute-Force-Erkennung (T1110)
  • Privilege Escalation (T1068)
  • Lateral Movement (T1021)
  • Data Exfiltration (T1041)
  • Anomale Login-Muster
  • Unerwartete Dienständerungen
Ein SIEM ohne Use Cases ist ein teures Log-Archiv. Die Erkennungslogik entscheidet über den Nutzen.

Jeder Use Case wird dokumentiert, getestet und nach dem Risikoprofil der Organisation priorisiert. Das unterscheidet durchaus eine wirksame SIEM-Implementierung von einer reinen Checkbox-Übung.

Abschnitt 04

Herausforderungen im Mittelstand

Für mittelständische Unternehmen stellen sich beim Thema SIEM spezifische Herausforderungen, die sich von Großkonzernszenarien deutlich unterscheiden.

Ressourcen und Know-how

Ein SIEM erfordert Betriebspersonal, das Alerts qualifizieren, False Positives reduzieren und Use Cases weiterentwickeln kann. Viele Mittelständler verfügen nicht über ein dediziertes Security Operations Team. Die Folge: Das SIEM wird zwar beschafft, aber nicht wirksam betrieben.

Toolauswahl

Die Anbieterlandschaft ist unübersichtlich. Splunk, Microsoft Sentinel, Elastic Security, IBM QRadar, Wazuh, jede Lösung hat ein eigenes Lizenz- und Betriebsmodell. Ohne strukturierte Anforderungsanalyse führt die Auswahl freilich leicht zu einer Fehlentscheidung, die erst im laufenden Betrieb sichtbar wird.

Typische Ausgangslage Mittelstand

Kein zentrales Log-Management: Sicherheitsereignisse werden auf einzelnen Systemen ausgewertet, wenn überhaupt.

Alert-Flut: Ein vorhandenes SIEM generiert Daten, aber keine verwertbaren Erkenntnisse.

Regulatorischer Druck: NIS-2 oder Branchenanforderungen erzwingen nachweisbares Monitoring.

SECURAM adressiert diese Situation mit einer herstellerunabhängigen Beratung, die Anforderungsanalyse, Toolbewertung und Betriebskonzept verbindet.

Abschnitt 05

Betrieb und Weiterentwicklung

Die Implementierung eines SIEM ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Ein SIEM muss kontinuierlich gepflegt werden: Neue Log-Quellen kommen hinzu, Erkennungsregeln werden angepasst, False Positives müssen reduziert werden. Ohne diesen iterativen Prozess erodiert der Nutzen innerhalb weniger Monate.

Managed SIEM als Alternative

Nicht jede Organisation kann oder will ein SIEM selbst betreiben. In diesen Fällen bietet ein Managed-SIEM-Modell eine pragmatische Alternative. Der Betrieb wird an einen spezialisierten Dienstleister übergeben, die Steuerungshoheit verbleibt beim Unternehmen.

Die Steuerungshoheit muss beim Unternehmen verbleiben, auch wenn der Betrieb ausgelagert wird.

SECURAM unterstützt bei der Auswahl geeigneter Managed-SIEM-Partner und begleitet den Übergang: von der Anforderungsdefinition über die Providerauswahl bis zum Betriebsmodell mit klaren SLAs und Eskalationswegen.

SIEM-Beratung anfragen

SECURAM berät herstellerunabhängig bei Auswahl, Implementierung und Betrieb Ihrer SIEM-Lösung. Sprechen Sie mit Nadine Eibel.

Fachlich geprüft von Nadine Eibel, CISM | SECURAM Consulting GmbH | Stand: März 2026

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Leistungen

Unsere SIEM-Leistungen

Anforderungsanalyse & Toolauswahl

Welches SIEM passt zu Ihrer Organisation? SECURAM analysiert Ihre Log-Quellen, regulatorischen Anforderungen und betrieblichen Rahmenbedingungen und bewertet SIEM-Lösungen herstellerunabhängig nach funktionalen, wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Kriterien.

SIEM-Implementierung

Vom Architekturkonzept bis zur produktiven Inbetriebnahme: SECURAM begleitet die Anbindung relevanter Log-Quellen, die Konfiguration von Parsern und Normalisierungsregeln sowie die Integration in bestehende IT- und Sicherheitsinfrastruktur.

Use-Case-Entwicklung

Ein SIEM ist nur so gut wie seine Erkennungsregeln. SECURAM entwickelt praxiserprobte Use Cases, abgestimmt auf Ihr Risikoprofil: von Brute-Force-Erkennung über Privilege Escalation bis zu Lateral Movement. Jeder Use Case wird dokumentiert und getestet.

Betriebsoptimierung & Tuning

Zu viele Alerts, zu wenige Erkennungen? SECURAM analysiert Ihr bestehendes SIEM-Setup, reduziert False Positives, erweitert die Use-Case-Abdeckung und stellt sicher, dass kritische Ereignisse zuverlässig eskaliert werden.

SIEM-Betrieb optimieren: Transparenz schaffen, Risiken reduzieren

Sie wollen wissen, ob Ihr SIEM die richtigen Ereignisse erkennt und ob Ihre Use Cases zum Risikoprofil passen? In einem unverbindlichen Erstgespräch analysieren wir gemeinsam den Reifegrad Ihres Security Monitorings.

Warum SECURAM

SIEM-Beratung mit Substanz

Herstellerunabhängige Bewertung

SECURAM betreibt kein Reselling und erhält keine Provisionen von SIEM-Herstellern. Die Toolbewertung erfolgt ausschließlich nach funktionalen, betrieblichen und wirtschaftlichen Kriterien. Ob Splunk, Microsoft Sentinel, Elastic oder QRadar: Die Empfehlung richtet sich nach Ihren Anforderungen, nicht nach Partnerverträgen.

ISMS-Integration

SIEM isoliert betrachtet schafft Daten, aber keine Sicherheit. SECURAM verankert die SIEM-Anforderungen im ISMS: Log-Anforderungen aus ISO 27001 (A.8.15, A.8.16), BSI IT-Grundschutz (OPS.1.1.5) und NIS-2 werden systematisch in Use Cases übersetzt.

Use-Case-Bibliothek statt Standardkonfiguration

Jedes Unternehmen hat ein anderes Risikoprofil. SECURAM arbeitet mit einer erprobten Use-Case-Bibliothek, die auf branchenspezifische Bedrohungsszenarien abgestimmt wird, orientiert an MITRE ATT&CK und den regulatorischen Anforderungen Ihres Sektors.

Partnermodell für Betrieb und Managed SIEM

Nicht jede Organisation kann oder will ein SIEM selbst betreiben. SECURAM unterstützt bei der Auswahl geeigneter Managed-SIEM-Partner und begleitet den Übergang, von der Anforderungsdefinition über die Providerauswahl bis zum Betriebsmodell mit klaren SLAs.

Ihre Ansprechpartnerin

Nadine Eibel – SECURAM Consulting

Nadine Eibel

Gründerin & Geschäftsführerin · SECURAM Consulting GmbH

Gründerin und Geschäftsführerin der SECURAM Consulting GmbH mit über 20 Jahren Erfahrung in IT-Security und Informationssicherheit. Zertifiziert als CISM, Lead Auditorin ISO 27001, ITIL Expert und Datenschutzexpertin nach DSGVO (Art. 37) und BDSG. Ihr Fokus liegt auf Business Continuity Management und dem Aufbau nachhaltiger Governance-Strukturen.

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Ausgangssituationen

Typische Ausgangssituationen

Szenario 01

SIEM-Erstauswahl: Welches Tool passt?

Das Unternehmen hat bislang kein zentrales Log-Management. Sicherheitsereignisse werden, wenn überhaupt, auf einzelnen Systemen ausgewertet. Die IT-Leitung möchte ein SIEM einführen, steht aber vor einer unübersichtlichen Anbieterlandschaft. SECURAM erstellt eine strukturierte Anforderungsanalyse und bewertet die relevanten Lösungen.

Szenario 02

Zu viele Alerts, zu wenige Erkennungen

Ein SIEM ist im Einsatz, aber die Analysten ertrinken in False Positives. Gleichzeitig fehlen Use Cases für relevante Angriffsszenarien. Das System generiert Daten, aber keine verwertbaren Erkenntnisse. SECURAM optimiert die Erkennungslogik, priorisiert Use Cases nach Risikoprofil und reduziert die Alert-Flut auf ein handhabbares Niveau.

Szenario 03

Regulatorische Pflicht: NIS-2 und DORA

NIS-2 (Art. 21 Abs. 2 lit. b) und DORA (Art. 10) fordern nachweisbares Logging und Monitoring. Ein SIEM ist keine gesetzliche Pflicht an sich, aber in der Praxis die einzige skalierbare Möglichkeit, diesen Anforderungen gerecht zu werden. SECURAM hilft bei der regulatorisch konformen SIEM-Konfiguration.

Häufige Fragen

Ihre Fragen zu SIEM und Security Monitoring

Antworten zu SIEM-Einführung, Use-Case-Design, Log-Anbindung und dem Zusammenspiel mit SOC-Betrieb und Incident Response.

Ein SIEM (Security Information and Event Management) sammelt, korreliert und analysiert sicherheitsrelevante Logdaten aus der gesamten IT-Landschaft in Echtzeit. Es erkennt Anomalien, erzeugt Alarme und liefert die Datenbasis für Incident Response und forensische Analysen.

Ohne SIEM fehlt Unternehmen die zentrale Sicht auf Sicherheitsereignisse. Angriffe bleiben unentdeckt, Reaktionszeiten verlängern sich, und regulatorische Nachweispflichten (etwa aus NIS-2 oder ISO 27001 A.8.15/A.8.16) lassen sich nicht erfüllen.

Als Minimum gelten: Firewall-Logs, Active-Directory-/Entra-ID-Ereignisse, VPN-Authentifizierungen, Endpoint-Detection-Daten (EDR), E-Mail-Gateway-Logs und DNS-Anfragen. Je nach Branche kommen Cloud-Audit-Logs (AWS CloudTrail, Azure Activity Log) und Anwendungslogs hinzu.

Entscheidend ist nicht die Menge der Quellen, sondern die Qualität der Use Cases: Welche Angriffsszenarien soll das SIEM erkennen? Daraus leitet sich ab, welche Logs benötigt werden.

Das SIEM ist ein Werkzeug: Es sammelt Daten, korreliert Ereignisse und erzeugt Alarme. Das SOC (Security Operations Center) ist die organisatorische Einheit, die diese Alarme bewertet, priorisiert und darauf reagiert. Ein SIEM ohne SOC erzeugt Alarme, die niemand bearbeitet.

In der Praxis brauchen beide Seiten einander. Wer ein SIEM einführt, sollte gleichzeitig den SOC-Betrieb planen, ob intern, als Managed Service oder hybrid.

Eine produktive SIEM-Einführung dauert erfahrungsgemäß zwischen drei und sechs Monaten. In den ersten Wochen stehen Architektur, Log-Quellenanalyse und Use-Case-Priorisierung im Vordergrund. Danach folgen Anbindung, Regelwerk-Entwicklung und Tuning.

Der Aufwand hängt von der IT-Landschaft, der Anzahl kritischer Systeme und dem Reifegrad des bestehenden Loggings ab. Cloud-native SIEM-Plattformen können die Anlaufzeit verkürzen.

Mehrere Regulierungen setzen ein funktionierendes Security Monitoring voraus: NIS-2 (Art. 21 Abs. 2 lit. b und g) verlangt Erkennung und Behandlung von Sicherheitsvorfällen. ISO 27001 fordert in A.8.15 (Logging) und A.8.16 (Überwachung) zentrale Protokollierung. DORA schreibt IKT-bezogene Vorfallserkennung vor.

Ein SIEM ist nicht in jedem Fall gesetzlich vorgeschrieben. Ohne zentrales Monitoring lassen sich die geforderten Erkennungs- und Meldepflichten in der Praxis jedoch kaum erfüllen.
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