Leistungsart · Alle Säulen
Internes Audit für Managementsysteme
Das interne Audit ist die Qualitätssicherungsphase zwischen Implementierung und Zertifizierung. SECURAM prüft Ihr Managementsystem nach der Methodik der ISO 19011 auf Normkonformität, identifiziert Abweichungen und dokumentiert den Reifegrad. Das Ergebnis: Klarheit über den Status Ihres Systems, bevor der externe Auditor kommt.
Ausgangslage
Warum interne Audits keine Kür, sondern Pflicht sind
Kapitel 9.2 der ISO-Managementsystemnormen verlangt regelmäßige interne Audits. Für kleine und mittlere Unternehmen wird diese Anforderung zur organisatorischen Herausforderung.
Jede ISO-Managementsystemnorm, ob ISO 27001 für Informationssicherheit, ISO 22301 für Business Continuity oder ISO 42001 für KI-Managementsysteme, fordert in Kapitel 9.2 die Durchführung interner Audits in geplanten Intervallen. Diese Prüfungen sollen sicherstellen, dass das Managementsystem die eigenen Vorgaben und die Normanforderungen erfüllt. Sie sind keine optionale Zusatzleistung, sondern zwingende Voraussetzung für jede Zertifizierung.
Die zentrale Schwierigkeit für den Mittelstand liegt in der geforderten Unabhängigkeit. ISO 19011 verlangt, dass Auditoren nicht ihre eigene Arbeit prüfen. In Organisationen mit 50 bis 500 Mitarbeitenden, in denen eine Person häufig mehrere Rollen im Managementsystem übernimmt, ist diese Anforderung intern kaum zu erfüllen. Nadine Eibel, Lead Auditorin ISO 27001 und Geschäftsführerin der SECURAM Consulting, kennt dieses Muster aus zahlreichen Projekten: „Viele Unternehmen investieren erheblich in die Implementierung ihres Managementsystems, unterschätzen aber den Aufwand für ein normkonformes internes Audit.“
Ein strukturiertes internes Audit erfüllt dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Es bereitet auf das externe Zertifizierungsaudit vor, deckt Abweichungen auf, bevor sie zur Hauptabweichung beim Zertifizierer werden, und liefert belastbare Eingaben für das Management Review. Wer die interne Prüfung als reinen Pflichttermin behandelt, verschenkt das Potenzial für gezielte Verbesserungen. Eine vorherige GAP-Analyse kann den Auditprozess zusätzlich schärfen, indem sie bereits bekannte Abweichungen dokumentiert und priorisiert.
Normabdeckung
15 Standards in vier Säulen
Interne Audits gelten für jede Managementsystemnorm. SECURAM prüft über alle vier Säulen hinweg und erkennt normübergreifende Zusammenhänge, die bei isolierten Einzelaudits verborgen bleiben.
Ablauf
Fünf Phasen eines internen Audits
Auditprogramm & Scope
1 Woche
Festlegung des jährlichen Auditprogramms auf Basis einer risikobasierten Auswahl. Definition des Geltungsbereichs, der Auditkriterien und Zuweisung qualifizierter Auditoren. Abstimmung mit der Organisation über Termine, Interviewpartner und benötigte Dokumente.
Ergebnis: Auditprogramm, Auditplan mit Zeitplan und Auditor-Zuweisung
Dokumentenprüfung
1–2 Wochen
Sichtung der Managementsystem-Dokumentation: Leitlinien, Verfahrensanweisungen, Risikobewertungen, Statement of Applicability und Nachweise abgeschlossener Maßnahmen. Abgleich mit Normkapiteln und Prüfung auf Vollständigkeit, Aktualität und Konsistenz. Auswertung früherer Auditfeststellungen.
Ergebnis: Dokumenten-Review-Protokoll, identifizierte Prüfschwerpunkte
Vor-Ort-Audit
1–3 Tage
Durchführung des Audits vor Ort oder remote: Interviews mit Prozessverantwortlichen, Stichprobenprüfung von Nachweisen, Beobachtung operativer Abläufe. Jede Feststellung wird mit Auditnachweisen belegt und gegen die Normkriterien bewertet. Abschlussgespräch mit der Leitung zur Vorstellung vorläufiger Ergebnisse.
Ergebnis: Auditnotizen, vorläufige Feststellungsliste, Abschlussgespräch
Auditbericht
1 Woche
Erstellung des formalen Auditberichts mit Klassifizierung aller Feststellungen: Hauptabweichung (Major), Nebenabweichung (Minor) und Beobachtung (Observation). Jede Feststellung enthält den Normbezug, den Auditnachweis und eine Handlungsempfehlung. Der Bericht bildet die Grundlage für das Management Review.
Ergebnis: Auditbericht (PDF, 20–50 Seiten), Feststellungsliste mit Schweregrad
Nachverfolgung
Fortlaufend
Vereinbarung von Korrekturmaßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen. Überprüfung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen. Die Ergebnisse fließen als Eingabe in das Management Review ein und dokumentieren den kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach dem PDCA-Zyklus.
Ergebnis: Maßnahmentracking, Wirksamkeitsprüfung, Management-Review-Input
Zeitangaben beziehen sich auf ein Erstprojekt. Bei bestehenden Managementsystemen, Surveillance Audits oder erfahrenen Organisationen verkürzen sich die Phasen entsprechend.
Ihre Ergebnisse
Was Sie erhalten
Auditplan
Geltungsbereich, Auditkriterien, Zeitplan, Auditor-Zuweisung und Interviewplanung. Wird vor dem Audit mit der Organisation abgestimmt.
Format: PDF
Auditbericht
Vollständiger Prüfbericht mit Feststellungen, Auditnachweisen, Konformitätsbewertung und Handlungsempfehlungen. Umfang 20 bis 50 Seiten je nach Geltungsbereich.
Format: PDF, 20–50 Seiten
Feststellungsliste
Kategorisierte Übersicht aller Feststellungen mit Schweregrad (Major, Minor, Observation), Normbezug und Fristen für Korrekturmaßnahmen.
Format: Excel
Maßnahmentracking
Strukturierte Liste aller vereinbarten Korrekturmaßnahmen mit Verantwortlichen, Zieldaten und Statusverfolgung. Grundlage für die Wirksamkeitsprüfung und das Management Review.
Format: Excel
Weitere Leistungsarten
Alle Leistungsarten im Überblick
Aufbau und Zertifizierung
Managementsystem aufbauen und bis zur Zertifizierung begleiten.
→ ImplementierungInternes Audit
Unabhängige Prüfung Ihres Managementsystems gegen Norm-Anforderungen.
Aktuelle SeiteLaufender Betrieb
Managementsystem als externe Funktion im Retainer-Modell betreiben.
→ aaS-ProdukteAuditpflicht erfüllen, Zertifizierung vorbereiten
Ein strukturiertes internes Audit deckt Schwachstellen auf, bevor es der externe Auditor tut.
Audit anfragen →Häufige Fragen
FAQ — Internes Audit
Ein internes Audit ist eine systematische, unabhängige Überprüfung eines Managementsystems gegen definierte Normkriterien. Die Anforderung ergibt sich aus Kapitel 9.2 der ISO-Managementsystemnormen (ISO 27001, ISO 22301, ISO 42001). Das Audit wird nach der Methodik der ISO 19011 durchgeführt und prüft, ob dokumentierte Prozesse tatsächlich gelebt werden und die Normkonformität gewährleistet ist. Es dient der Vorbereitung auf das externe Zertifizierungsaudit und der kontinuierlichen Verbesserung.
Die Dauer hängt von der Größe der Organisation, dem Geltungsbereich und der Anzahl der zu prüfenden Standorte ab. In der Regel umfasst die Vor-Ort-Phase eines internen Audits zwei bis fünf Tage. Hinzu kommen die Vorbereitung (Dokumentenprüfung, Auditplanung) und die Nachbereitung (Berichterstellung, Maßnahmenabstimmung). Für ein Erstaudit eines ISMS mit 50 bis 200 Mitarbeitenden sollte man insgesamt vier bis sechs Wochen einplanen.
Die Kosten richten sich nach dem Umfang des Geltungsbereichs, der Anzahl der Standorte und der Komplexität des Managementsystems. SECURAM erstellt ein individuelles Angebot auf Basis eines Vorgespräches, in dem Scope und Auditkriterien abgestimmt werden. Anders als bei internen Lösungen entfallen Schulungskosten für eigene Auditoren und das Risiko fehlender Unabhängigkeit.
SECURAM prüft über alle vier Säulen der Managementsysteme hinweg: ISMS, BCMS, AIMS und Risikomanagement. Das bedeutet, dass ein einziges Auditteam normübergreifende Zusammenhänge erkennt, die bei isolierten Einzelaudits verloren gehen. Nadine Eibel als Lead Auditorin ISO 27001 mit CISM-Zertifizierung bringt operative Erfahrung aus der Implementierung mit, nicht nur Prüfkompetenz. Das Ergebnis sind Feststellungen, die sich direkt in Verbesserungsmaßnahmen übersetzen lassen.
Interne Audits werden von qualifizierten Auditoren durchgeführt, die unabhängig vom geprüften Bereich sind. ISO 19011 fordert Objektivität und Unparteilichkeit. Für kleine und mittlere Unternehmen ist diese Unabhängigkeit intern oft schwer sicherzustellen, weshalb die Beauftragung eines externen Auditdienstleisters wie SECURAM eine verbreitete und normkonforme Lösung darstellt.
ISO 19011 ist der internationale Leitfaden für die Auditierung von Managementsystemen. Die Norm definiert Grundsätze des Auditierens, beschreibt das Management von Auditprogrammen und gibt Anleitungen zur Durchführung von Audits sowie zur Kompetenz von Auditoren. Sie ist auf alle Managementsystemnormen anwendbar und bildet die methodische Grundlage für interne wie externe Audits.
Stellen Sie sicher, dass die Dokumentation Ihres Managementsystems aktuell und vollständig ist. Dazu gehören Leitlinien, Verfahrensanweisungen, Risikobewertungen und Nachweise durchgeführter Maßnahmen. Informieren Sie die betroffenen Mitarbeitenden über den Auditablauf und stellen Sie Interviewpartner bereit. Eine vorherige GAP-Analyse kann offensichtliche Lücken aufdecken und die Auditeffizienz erhöhen.
Jede Feststellung wird nach Schweregrad klassifiziert: Hauptabweichung (Major), Nebenabweichung (Minor) oder Beobachtung (Observation). Für Abweichungen werden Korrekturmaßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen vereinbart. SECURAM liefert eine strukturierte Feststellungsliste mit Nachverfolgungssystem. Die Ergebnisse fließen in das Management Review ein und bilden die Grundlage für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach PDCA.
Ein internes Audit (First-Party-Audit) wird von der Organisation selbst oder in deren Auftrag durchgeführt. Es dient der Selbstbewertung und Vorbereitung auf die Zertifizierung. Ein externes Audit (Third-Party-Audit) wird von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle durchgeführt und ist Voraussetzung für die Erteilung oder Aufrechterhaltung eines Zertifikats. Beide Auditarten folgen der Methodik nach ISO 19011, unterscheiden sich aber in Auftraggeber und rechtlicher Wirkung.
Kontakt
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Nadine Eibel
Gründerin & Geschäftsführerin
SECURAM Consulting GmbH
Über 20 Jahre Erfahrung in IT-Security und Informationssicherheit. Zertifiziert als CISM, Lead Auditorin ISO 27001 und ITIL Expert.
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20354 Hamburg
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- Vertrieb: sales@securam-consulting.com
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