EU AI Act Selbstprüfung in 5 Schritten | SECURAM Consulting
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Self-Assessment · 5 Schritte · Auswertung im Browser

Wie ist Ihr KI-Einsatz reguliert?

Der EU AI Act sortiert KI-Systeme in vier Risikoklassen mit jeweils eigenen Pflichten. Diese Selbstprüfung führt in fünf Schritten durch einen Schnell-Check zu KI-Kompetenz, Ihren KI-Einsatz, Rolle, Anwendungsbereich und verbotene Praktiken, mit Fristen und Pflichtenliste am Ende.

Auswertung im Browser Keine Datenübertragung VO (EU) 2024/1689

EU AI Act Self-Assessment

Wie ist Ihr KI-Einsatz reguliert?

Fünf Schritte zur Risikoklassifizierung nach dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689). Auswertung im Browser, keine Datenübertragung.

0
Schnell-Check
1
KI-Einsatz
2
Rolle
3
Anwendung
4
Praktiken

Schritt 0 von 5

30-Sekunden-Check

Zwei Fragen vorab; sie helfen, Ihre Auswertung zu schärfen.

Frage 1: KI-Einsatz im Unternehmen

Ja, KI ist im Einsatz oder konkret geplant

Produktive Tools, Pilotphasen, dokumentierte SaaS-KI-Funktionen

Unsicher (nicht systematisch erfasst)

z.B. Schatten-KI durch Mitarbeitende, KI-Funktionen in zugekauften Tools nicht überblickt

Nein, definitiv nicht im Einsatz

Keine eigene KI, keine SaaS-KI, keine Pilotphase

Frage 2: KI-Kompetenz der Mitarbeitenden (Art. 4 EU AI Act)

Ja, dokumentiert

Inhalt, Teilnehmende, Datum nachweisbar

Teilweise oder informell

Einzelne Schulungen, keine systematische Dokumentation

Nein

Bisher keine Schulung

Art. 4 EU AI Act ist seit 02.02.2025 in Kraft und gilt für alle Mitarbeitenden, die KI-Tools bedienen, auch ChatGPT, Copilot oder KI-Funktionen in SaaS-Tools.

Schritt 1 von 5

Wie setzt Ihr Unternehmen KI ein?

Mehrfachauswahl möglich; viele Unternehmen nutzen KI gleichzeitig in eigenen Systemen und über SaaS-Tools. Der EU AI Act gilt für alle Organisationen, die KI in der EU entwickeln, anbieten oder betreiben.

Eigene / zugekaufte KI in produktiven Prozessen
z.B. KI-Modelle, Automatisierung, Entscheidungsunterstützung
KI über SaaS-Tools / Drittanbieter
z.B. Microsoft Copilot, ChatGPT, HubSpot KI, Personio, Recruitee
KI im Personalwesen / Recruiting
z.B. CV-Screening, Bewerbermanagement, KI-gestützte Stellenanzeigen
KI in Kommunikation & Meetings
z.B. Teams Copilot, Zoom AI, Otter.ai, KI-E-Mail-Assistenten
KI für Content / Marketing
z.B. ChatGPT, Midjourney, DALL-E, Jasper für Texte, Bilder, Videos
In Planung oder Pilotphase
Evaluierung oder Tests laufen, noch kein produktiver Einsatz
Video-Interview-Tools mit Analyse-Funktionen
z.B. Auswertung von Mimik, Stimmlage, Blickkontakt oder Sprechverhalten der Bewerbenden
Kein KI-Einsatz
Weder eigene noch zugekaufte KI-Systeme im Einsatz oder geplant
Hinweis: Emotionserkennung in Bewerbungsprozessen unterliegt seit 02.02.2025 besonderen Einschränkungen. Wir bewerten dies in Ihrer Auswertung.

KI-Kompetenz ist Pflicht seit 02.02.2025 (Art. 4) Omnibus VII (14.03.2026): Hochrisiko-Fristen vsl. verschoben auf 12/2027

Schritt 2 von 5

Welche Rolle(n) nimmt Ihr Unternehmen ein?

Mehrfachauswahl möglich; viele Unternehmen kombinieren mehrere Rollen, z.B. importieren KI-Tools aus Nicht-EU-Ländern und nutzen sie selbst, oder entwickeln eigene KI-Funktionen und setzen zusätzlich SaaS-KI ein.

Wir entwickeln oder verkaufen KI-Systeme
Sie bauen eigene KI-Modelle, programmieren KI-Funktionen in Ihre Produkte ein oder vertreiben ein KI-System unter eigenem Namen, auch wenn Sie eine Open-Source-KI anpassen und unter Ihrem Logo ausrollen.
Wir nutzen KI-Tools von anderen Anbietern
Sie setzen KI-Systeme von Drittanbietern ein, z.B. Microsoft Copilot, ChatGPT Enterprise, KI-Funktionen in HR- oder CRM-Tools, Chatbots auf der Website. Die häufigste Rolle im Mittelstand.
Wir importieren KI-Systeme aus Nicht-EU-Ländern
Sie bringen KI-Systeme von Anbietern außerhalb der EU in den EU-Markt, als Distributor oder für den Wiederverkauf. Nicht zutreffend, wenn Sie nur ChatGPT, Copilot oder vergleichbare SaaS nutzen; das ist Betreiber.

Schritt 3 von 5

Welche KI-Anwendungen und Szenarien treffen auf Sie zu?

Mehrfachauswahl. Wählen Sie alle zutreffenden Szenarien, auch wenn KI nur unterstützend eingesetzt wird und Menschen final entscheiden.

Personal & Recruiting

Vorauswahl oder Ranking von Bewerbungen
z.B. automatisiertes CV-Screening, Filterung nach Kriterien, Sortierung nach Passung
Scoring oder Matching von Kandidaten
z.B. Eignungsbewertung, Skill-Matching, Cultural-Fit-Score, Persönlichkeitsprofile
KI-Empfehlungen bei Personalentscheidungen
z.B. Vorschläge für Beförderung, Versetzung, Vertragsentscheidungen oder Aufgabenzuweisung
Leistungs- oder Verhaltensauswertung von Mitarbeitenden
z.B. KI-gestützte Performance-Reviews, Produktivitätsanalysen, Aktivitäts-Tracking
Bewerbungsprozess nur mit KI-Unterstützung möglich
Kein alternativer Prozessweg ohne KI-Beteiligung vorgesehen
Analyse von Mimik, Stimme oder Verhalten in Interviews
z.B. Video-Analyse von Gesichtsausdruck, Stimmlage, Blickkontakt oder Sprechmuster
Automatisierte Recherche zu Bewerbenden
z.B. KI-gestützte Suche nach Fotos, Social-Media-Profilen oder Online-Präsenz von Kandidaten

Kommunikation & Zusammenarbeit

KI-Aufzeichnung und Transkription von Meetings
z.B. Teams Copilot, Zoom AI, Otter.ai (mit internen und/oder externen Teilnehmenden)
KI-Verarbeitung von E-Mails
z.B. automatische Zusammenfassungen, Priorisierung, Antwortvorschläge, Kategorisierung
Chatbot oder virtueller Assistent für Externe
z.B. Website-Chat, Bewerbungsportal, Kundenservice (verarbeitet Nutzereingaben)

Marketing, Vertrieb & Content

Erstellung von Texten, Bildern oder Videos mit KI
z.B. Artikel, Social-Media-Posts, Produktbilder, Erklärvideos, generierte Personen-Darstellungen
Bonitäts- oder Kundenbewertung
z.B. automatisierte Kreditwürdigkeitsprüfung, Kunden-Scoring, Risikoeinschätzung

Datenschutz & Organisation

Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI
z.B. Namen, Kontaktdaten, Verhaltensdaten, Kundenhistorie in KI-Tools
Verarbeitung von Gesundheits- oder biometrischen Daten
z.B. Krankheitsdaten, BEM-Verfahren, Fitnessdaten, Fingerabdrücke, Gesichtserkennung
Mitarbeitende nutzen KI-Tools ohne spezifische Schulung
z.B. HR, Vertrieb, Marketing, IT, Einkauf (keine dokumentierten KI-Trainings)
KI-Einsatz wird gegenüber Betroffenen nicht kommuniziert
z.B. Bewerbende, Kunden oder Mitarbeitende erfahren nicht, dass KI an Prozessen beteiligt ist

IT, Sicherheit & Infrastruktur

Biometrische Zugangs- oder Identifikationssysteme
z.B. Gesichtserkennung, Fingerabdruck-Scanner, Iris-Scan für Gebäude oder IT
KI-gestützte Steuerung kritischer Systeme
z.B. Energieversorgung, Wasserwerke, Verkehrsleitsysteme, Telekommunikation
KI als Komponente in regulierten Produkten
z.B. Medizingeräte, Maschinen, Aufzüge, Spielzeug mit KI-Sicherheitsfunktion

Allgemeine KI-Nutzung

Allgemeine Recherche und Texterstellung mit KI
z.B. ChatGPT, Copilot für interne Notizen, Zusammenfassungen, Übersetzungen
Automatisierte Standard-Funktionen
z.B. Spamfilter, Produktempfehlungen, Rechtschreibprüfung, Routenplanung

Schritt 4 von 5

Letzte Prüfung: Erkennen Sie eines dieser Szenarien?

Bestimmte KI-Anwendungen unterliegen besonderen Einschränkungen. Wählen Sie alle Szenarien, die auf Ihr Unternehmen zutreffen könnten.

Bitte prüfen Sie, ob eines dieser Szenarien zutrifft

KI-gestützte Personalisierung oder Verhaltenssteuerung
z.B. dynamische Preisgestaltung, personalisierte Kaufanreize, verhaltensbasierte Nudges, zeitlich gesteuerte Benachrichtigungen
Verhaltensbasierte Bewertung von Personen
z.B. Scoring von Kunden oder Mitarbeitenden auf Basis von Online-Aktivität, Social-Media-Profilen, Zahlungsverhalten oder Reputation
Analyse von Mimik, Stimme oder Stimmungslage
z.B. Auswertung von Gesichtsausdruck in Video-Calls, Stimmungsanalyse in Telefonaten, Aufmerksamkeitserkennung per Webcam
Sammlung oder Abgleich von Gesichtsbildern
z.B. Abgleich von Bewerberfotos mit Online-Profilen, KI-gestützte Bildersuche, Aufbau von Gesichtsdatenbanken aus öffentlichen Quellen
KI-Ansprache, die auf bestimmte Personengruppen zugeschnitten ist
z.B. Angebote speziell für Senioren, Minderjährige oder Personen mit Einschränkungen, die deren Entscheidungsverhalten beeinflussen könnten
KI-Generierung fotorealistischer Darstellungen realer Personen
z.B. Deepfakes, KI-generierte Bilder existierender Personen in fiktiven Situationen, synthetische Medien mit realen Gesichtern
Keines dieser Szenarien trifft auf unser Unternehmen zu
Falls Sie bei einem Punkt unsicher sind, lassen Sie ihn offen — Ihre Auswertung enthält dann eine Empfehlung zur gezielten Prüfung.

Diese Funktionen können auch in zugekauften SaaS-Tools enthalten sein; prüfen Sie im Zweifel die Anbieter-Dokumentation.

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