EU AI Act Beratung für Unternehmen
Die EU-KI-Verordnung (VO 2024/1689) reguliert den Einsatz künstlicher Intelligenz in Europa nach einem risikobasierten Ansatz. Die Pflicht zur AI Literacy nach Art. 4 gilt bereits seit Februar 2025. Ab August 2026 greifen die Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme. Bußgelder erreichen bis zu 35 Millionen Euro.
Ausgangslage
Warum der EU AI Act jedes Unternehmen betrifft
Kein Grund zur Panik, aber Grund zum Handeln. Die erste KI-Verordnung weltweit verlangt nachweisbare Compliance von jedem, der KI einsetzt.
Die EU-KI-Verordnung (VO 2024/1689) ist seit August 2024 in Kraft und entfaltet ihre Wirkung in gestaffelten Fristen. Art. 5 (verbotene KI-Praktiken) und Art. 4 (AI Literacy) gelten bereits seit Februar 2025. Ab August 2026 folgen die Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme nach Art. 6, einschließlich Konformitätsbewertung, menschlicher Aufsicht und Transparenzpflichten. Die Verordnung gilt für Anbieter und Betreiber gleichermaßen: Auch wer KI nur einsetzt, ohne sie selbst zu entwickeln, unterliegt konkreten Pflichten nach Art. 26.
Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: Jeder KI-Einsatz muss dokumentiert, klassifiziert und überwacht werden. Schatten-KI — der unkontrollierte Einsatz von ChatGPT, Copilot oder anderen Tools durch Beschäftigte — wird zum Compliance-Risiko, wenn kein KI-Inventar existiert. Die Grundrechte-Folgenabschätzung nach Art. 27 betrifft jeden Betreiber von Hochrisiko-KI im öffentlichen Bereich.
In unseren Projekten verbinden wir die EU-AI-Act-Umsetzung mit dem Aufbau eines AI Management Systems nach ISO 42001. Das schafft die Governance-Struktur, die der EU AI Act fordert, ohne ein isoliertes KI-Compliance-Programm neben dem bestehenden ISMS aufbauen zu müssen. Die GPAI-Durchführungsverordnung der EU-Kommission vom März 2026 konkretisiert die Anforderungen an General-Purpose-AI-Modelle weiter.
Leistungsumfang
EU AI Act: Von der Inventarisierung bis zur laufenden Governance
Wir begleiten Unternehmen durch den gesamten KI-Compliance-Prozess: strukturiert, normkonform und integriert in bestehende Managementsysteme.
KI-Inventarisierung
Erfassung aller KI-Systeme in der Organisation, einschließlich Shadow-AI. Klassifizierung nach Einsatzzweck, Anbieter, Nutzerkreis und Datenflüssen.
Risikoklassifizierung
Einstufung der KI-Systeme in die vier Risikostufen des EU AI Act: verboten, Hochrisiko, begrenzt, minimal. Bewertung nach Art. 6 und Anhang III.
AI Literacy Programm
Umsetzung der Art. 4-Pflicht: Nachweisbare KI-Kompetenz für alle Personen, die KI-Systeme einsetzen, überwachen oder darüber entscheiden.
Betreiberpflichten
Implementierung der Pflichten nach Art. 26: menschliche Aufsicht (Art. 14), Anbieter-Anweisungen befolgen, Vorfallsberichterstattung und Dokumentation.
Konformitätsdokumentation
Aufbau der technischen Dokumentation für Hochrisiko-KI: Systemarchitektur, Trainingsdaten, Leistungskennzahlen und Risikoanalysen.
Grundrechte-Folgenabschätzung
Durchführung der Folgenabschätzung nach Art. 27 für Betreiber von Hochrisiko-KI im öffentlichen Bereich und in sensiblen Sektoren.
AIMS-Integration
Einbettung der EU-AI-Act-Anforderungen in ein AI Management System nach ISO 42001. Verzahnung mit bestehendem ISMS.
Monitoring und Reporting
Aufbau eines kontinuierlichen KI-Überwachungssystems: Performance-Monitoring, Bias-Erkennung, Vorfallsmeldung und Audit-Trail.
Ablauf
Von der Inventarisierung zur KI-Governance in 6 Phasen
KI-Inventarisierung und Shadow-AI-Discovery
Erfassung aller KI-Systeme in der Organisation, von offiziell beschafften Lösungen bis zu eigenständig genutzten Tools. Jedes System wird nach Einsatzzweck, Datenfluss und Nutzerkreis dokumentiert.
Risikoklassifizierung nach Art. 6
Bewertung jedes KI-Systems gegen die vier Risikostufen des EU AI Act und die Kriterien aus Anhang III. Identifikation von Hochrisiko-Systemen und verbotenen Praktiken.
AI Literacy Programm (Art. 4)
Konzeption und Durchführung eines nachweisbaren Schulungsprogramms für alle KI-beteiligten Beschäftigten. Differenzierung nach Rollen: Entscheider, Anwender, Entwickler, Datenschutzbeauftragte.
Betreiberpflichten umsetzen (Art. 26/27)
Implementierung der Betreiberpflichten: menschliche Aufsichtsverfahren (Art. 14), Prozesse für die Einhaltung der Anbieter-Anweisungen, Vorfallsberichterstattung und Grundrechte-Folgenabschätzung.
Konformitätsdokumentation und Monitoring
Aufbau der technischen Dokumentation und Einrichtung des laufenden KI-Monitorings. Integration in bestehende Audit- und Berichtsprozesse des ISMS.
Laufende KI-Governance mit AIGaaS
Übergang in den laufenden Betrieb: regelmäßige Überprüfung des KI-Inventars, Aktualisierung der Risikoklassifizierung, Nachschulung und Audit-Vorbereitung. SECURAM übernimmt als externer KI-Governance-Beauftragter die kontinuierliche Betreuung.
Zeitangaben beziehen sich auf ein Erstprojekt im Mittelstand (100–500 Beschäftigte). Bei bestehenden Managementsystemen oder erfahrenen Organisationen verkürzen sich die Phasen entsprechend.
Erfahrung und Qualifikation
Worauf SECURAM aufbaut
SECURAM Consulting wurde in Hamburg gegründet und berät seit mehr als 20 Jahren mittelständische Unternehmen in der DACH-Region. Die Kombination aus ISMS, BCMS, KI-Governance und Risikomanagement unter einem Dach unterscheidet SECURAM von spezialisierten Einzelnorm-Beratungen, weil Überschneidungen zwischen Standards systematisch genutzt werden.
Skalierung
Einmal aufbauen, mehrfach absichern
KI-Governance und ISMS-Compliance ergänzen sich. Ein integrierter Aufbau spart 20–40 % des Aufwands gegenüber isolierten Einzelprojekten.
Der EU AI Act definiert die Pflichten, ISO 42001 liefert das Governance-System zur Umsetzung. Wer beide kombiniert, erfüllt die regulatorischen Anforderungen mit einer einzigen Managementstruktur.
Laufender Betrieb
AIGaaS — Externer KI-Governance-Beauftragter
Mit dem AIGaaS-Modell übernimmt SECURAM die Rolle des externen KI-Governance-Beauftragten. Das umfasst die laufende Pflege des KI-Inventars, die Aktualisierung der Risikoklassifizierung, Monitoring der Betreiberpflichten und die regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung, ohne eigenes Vollzeit-Personal binden zu müssen.
Für Unternehmen, die den EU AI Act umsetzen, ist der AIGaaS besonders relevant: Die Verordnung verlangt eine fortlaufende Überwachung aller KI-Systeme, regelmäßige Nachschulungen und die zeitnahe Meldung von Vorfällen. Der AIGaaS stellt sicher, dass diese Pflichten dauerhaft und nachweisbar erfüllt werden.
- Fortlaufende Pflege des KI-Inventars und Shadow-AI-Monitoring
- Regelmäßige Aktualisierung der Risikoklassifizierung
- AI Literacy Nachschulungen und Onboarding neuer Beschäftigter
- Quartalsberichte und Vorbereitung auf Aufsichtsbehörden-Anfragen
Häufige Fragen
FAQ — EU AI Act
KI-Compliance beginnt mit Transparenz
Wissen Sie, welche KI-Systeme in Ihrer Organisation im Einsatz sind? Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch zur KI-Inventarisierung.
Erstgespräch vereinbaren →Nächster Schritt
Ihr Einstieg in die KI-Compliance
EU AI Act GAP-Analyse
Wo steht Ihre KI-Governance heute? Die GAP-Analyse zeigt den Abstand zwischen Ist-Zustand und den Anforderungen der EU-KI-Verordnung, mit konkretem Maßnahmenplan.
GAP-Analyse anfragen →KI-Governance Audit
Sind Ihre KI-Prozesse nachweisbar konform? Das interne Audit prüft Inventar, Klassifizierung, Schulungsnachweise und Betreiberpflichten gegen die Verordnung.
Audit anfragen →EU AI Act umsetzen
Von der Inventarisierung bis zum laufenden Monitoring: SECURAM begleitet die Umsetzung aller Pflichten aus der EU-KI-Verordnung.
Implementierung anfragen →Kontakt
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Ihre Ansprechpartnerin
Nadine Eibel
Gründerin & Geschäftsführerin
SECURAM Consulting GmbH
Über 20 Jahre Erfahrung in IT-Security und Informationssicherheit. Zertifiziert als CISM, Lead Auditorin ISO 27001 und ITIL Expert.
Kontaktdaten
20354 Hamburg
Direkter Kontakt
- Vertrieb: sales@securam-consulting.com
- Bewerbung: karriere@securam-consulting.com
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Schatten-KI: Das unsichtbare Risiko in Ihrem Unternehmen
KI-Governance beginnt dort, wo Kontrolle aufhört. Diese zwei Seiten zeigen, warum Schatten-KI jedes AIMS-Projekt betrifft.
Schatten-KI
80 % der Beschäftigten nutzen KI-Tools ohne Genehmigung. Die Hub-Seite liefert den Überblick: Risiken, Erkennungsmethoden und ein praxisnahes Governance-Framework für den kontrollierten Umgang mit nicht genehmigten KI-Anwendungen.
Was ist OpenClaw?
Ein österreichischer Entwickler baut in einer Stunde einen KI-Agenten. Vier Monate später ist OpenClaw das meistgesternde Projekt auf GitHub, mit 135.000 exponierten Instanzen im offenen Internet. Die Fallstudie zum größten Schatten-KI-Vorfall 2026.