ISO 42001 Beratung: KI-Managementsystem aufbauen | SECURAM
AIMS · ISO/IEC 42001:2023

ISO 42001 Beratung: KI-Managementsystem aufbauen

Die ISO/IEC 42001:2023 ist der erste internationale Standard für KI-Managementsysteme (AIMS). SECURAM begleitet mittelständische Unternehmen von der KI-Inventarisierung über den AIMS-Aufbau bis zur Zertifizierung.

42001 AI Management
ISMS AIMS BCMS RMS

Ausgangslage

Warum KI-Governance für den Mittelstand drängt

Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsprozesse schneller, als Organisationen Governance-Strukturen aufbauen können. ISO 42001 schließt diese Lücke.

Im Dezember 2023 veröffentlichte die ISO mit der ISO/IEC 42001:2023 den ersten internationalen Standard für KI-Managementsysteme (Artificial Intelligence Management Systems, AIMS). Der Standard definiert Anforderungen an den verantwortungsvollen Einsatz, die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Systemen in Organisationen. Er folgt der High Level Structure (HLS) und lässt sich mit bestehenden Managementsystemen wie ISO 27001 als integriertes System betreiben.

Der regulatorische Druck wächst parallel: Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) fordert seit Februar 2025 die Sicherstellung von AI Literacy nach Artikel 4. Die Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme nach Artikel 6 greifen bis August 2026. Eine ISO-42001-Zertifizierung begründet eine Konformitätsvermutung im Sinne der Verordnung und erleichtert damit den Nachweis der Compliance. Gleichzeitig nutzen Mitarbeitende in vielen Organisationen bereits KI-Werkzeuge ohne Wissen der IT-Abteilung. Diese Schatten-KI erzeugt Risiken für Datenschutz, Informationssicherheit und Haftung, die ohne ein KI-Inventar unsichtbar bleiben.

In unseren Projekten beginnt der AIMS-Aufbau mit der KI-Inventarisierung und Klassifikation: Welche KI-Systeme sind im Einsatz, welche Risikokategorie ordnet der EU AI Act ihnen zu, und welche Governance-Strukturen fehlen. Von dort aus implementiert SECURAM den PDCA-Zyklus für KI-Governance — bei Bedarf auch als externer KI-Beauftragter im laufenden Betrieb.

Leistungsumfang

ISO 42001: Vom KI-Inventar bis zur Zertifizierung

Acht aufeinander abgestimmte Leistungsbausteine, die den gesamten AIMS-Aufbau abdecken.

01

KI-Inventarisierung und Klassifizierung

Systematische Erfassung aller KI-Systeme in der Organisation, einschließlich Schatten-KI. Klassifizierung nach Risikokategorie gemäß EU AI Act und ISO 42001 Annex B.

02

GAP-Analyse gegen ISO 42001

Abgleich des Ist-Zustands mit den Anforderungen der ISO 42001 (Abschnitte 4–10) und den KI-spezifischen Controls aus Annex A. Ergebnis ist ein priorisierter Maßnahmenplan.

03

KI-Risikobewertung und Risikobehandlung

Bewertung der identifizierten KI-Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Erstellung des Risikobehandlungsplans mit Zuordnung zu den Controls der ISO 42001.

04

AIMS-Policies und Governance-Rahmen

Erstellung der KI-Leitlinie, Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten (KI-Beauftragter, Fachverantwortliche) und Aufbau des Governance-Rahmens nach Abschnitt 5.

05

KI-spezifische Controls implementieren

Umsetzung der Annex-A-Controls für KI-Systeme: Transparenz, Erklärbarkeit, Fairness, Datenschutz und Sicherheit. Pragmatische Integration in bestehende Prozesse und Managementsysteme.

06

Schulung und AI Literacy

Aufbau eines Schulungsprogramms nach Abschnitt 7.2 und 7.3. Erfüllung der AI-Literacy-Anforderung aus Artikel 4 des EU AI Act für Management und Mitarbeitende.

07

Internes Audit und Management Review

Durchführung des internen Audits nach Abschnitt 9.2 und Vorbereitung des Management Reviews nach Abschnitt 9.3. SECURAM agiert als unabhängige Prüfinstanz vor dem Zertifizierungsaudit.

08

Zertifizierungsbegleitung

Vorbereitung auf das Zertifizierungsaudit durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle. Begleitung während des Audit-Prozesses und Nachbereitung etwaiger Abweichungen bis zur Zertifikatserteilung.

Ablauf

Vom KI-Inventar zur Zertifizierung in 6 Phasen

KI-Inventarisierung und Risikoklassifizierung

Woche 1–2

Erfassung aller KI-Systeme in der Organisation, einschließlich nicht dokumentierter Schatten-KI. Klassifizierung nach Risikokategorie gemäß EU AI Act und Zuordnung zu den Anforderungen der ISO 42001.

Ergebnis: KI-Inventar mit Risikoklassifizierung und Verantwortlichkeiten

GAP-Analyse gegen ISO 42001 Anforderungen

Woche 2–5

Systematischer Abgleich des Ist-Zustands mit den Anforderungen der Abschnitte 4–10 und den KI-spezifischen Controls aus Annex A. Identifikation der Lücken und Priorisierung der Handlungsfelder.

Ergebnis: GAP-Report mit priorisiertem Maßnahmenplan und Aufwandsschätzung

AIMS-Aufbau: Policies, Rollen, Prozesse

Woche 4–10

Erstellung der KI-Leitlinie, Definition der Governance-Struktur mit Rollen und Verantwortlichkeiten, Aufbau der dokumentierten Informationen nach Abschnitt 7.5. Integration mit bestehenden Managementsystemen.

Ergebnis: KI-Leitlinie, Governance-Rahmen, Rollenbeschreibungen, AIMS-Dokumentation

KI-Risikobehandlung und Controls

Woche 8–14

Umsetzung der KI-spezifischen Controls aus Annex A: Transparenz, Erklärbarkeit, Fairness, Datenschutz und Sicherheit. Schulung der Mitarbeitenden zur Erfüllung der AI-Literacy-Anforderung.

Ergebnis: Implementierte Controls, Schulungsnachweis, Risikobehandlungsplan

Internes Audit und Management Review

Woche 14–16

Durchführung des internen Audits nach Abschnitt 9.2 durch SECURAM als unabhängige Prüfinstanz. Aufbereitung der Ergebnisse für das Management Review nach Abschnitt 9.3.

Ergebnis: Interner Auditbericht, Management-Review-Protokoll, Korrekturmaßnahmen

Zertifizierungsvorbereitung und KIBaaS-Übergang

Fortlaufend

Vorbereitung auf das Zertifizierungsaudit durch eine akkreditierte Stelle. Nach der Zertifizierung Übergang in den laufenden Betrieb, bei Bedarf als KIBaaS mit externem KI-Beauftragten.

Ergebnis: ISO-42001-Zertifikat, Übergabe an laufenden Betrieb oder KIBaaS-Vertrag

Zeitangaben beziehen sich auf ein Erstprojekt im Mittelstand (100–500 Beschäftigte). Organisationen mit bestehendem Managementsystem nach ISO 27001 können die Phasen durch die gemeinsame High Level Structure verkürzen.

Erfahrung und Qualifikation

Worauf SECURAM aufbaut

SECURAM Consulting wurde in Hamburg gegründet und berät seit mehr als 20 Jahren mittelständische Unternehmen in der DACH-Region. Die Kombination aus ISMS, BCMS, KI-Governance und Risikomanagement unter einem Dach unterscheidet SECURAM von spezialisierten Einzelnorm-Beratungen, weil Überschneidungen zwischen Standards systematisch genutzt werden.

30+
Implementierte Managementsysteme
50+
Durchgeführte interne Audits
15+
Betreute Organisationen (aaS)
20+
Jahre Beratungserfahrung

Skalierung

Vom ersten KI-Inventar zur regulatorischen Konformität

Ein AIMS nach ISO 42001 verbindet die interne KI-Governance mit den regulatorischen Anforderungen des EU AI Act. Der Aufbau folgt drei Stufen.

Organisationen, die mit einer Schatten-KI-Analyse einsteigen, gewinnen Transparenz über den tatsächlichen KI-Einsatz. ISO 42001 baut darauf die Governance-Strukturen auf. Die Zertifizierung erleichtert den Nachweis der Konformität mit dem EU AI Act.

Laufender Betrieb

KIBaaS — Externer KI-Beauftragter

Nach der Zertifizierung beginnt der laufende Betrieb des AIMS: Pflege des KI-Inventars, KI-Risikobewertungen, Überwachungsaudits und Management Reviews. Nicht jedes Unternehmen kann oder will diese Aufgaben dauerhaft intern besetzen.

Mit KIBaaS stellt SECURAM einen externen KI-Beauftragten, der die Governance-Rolle für das AIMS übernimmt. Das Modell eignet sich besonders für Organisationen, die die Zertifizierung erreicht haben und den PDCA-Zyklus für KI-Governance ohne zusätzliche Festanstellung fortführen wollen.

  • Wahrnehmung der KI-Beauftragten-Rolle im AIMS
  • Pflege und Aktualisierung des KI-Inventars
  • Durchführung von KI-Risikobewertungen und Risikobehandlung
  • Planung und Durchführung interner Audits nach Abschnitt 9.2
  • Berichterstattung an die Geschäftsleitung (Management Review)

SECURAM Consulting ist Mitglied der BSI-Allianz für Cybersicherheit, bei ISACA, Bitkom, der IHK Kiel und im Netzwerk Hamburg@work.

Häufige Fragen

FAQ — ISO 42001

ISO/IEC 42001:2023 ist der erste internationale Standard für KI-Managementsysteme (AIMS). Er wurde im Dezember 2023 veröffentlicht und definiert Anforderungen an den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Organisationen. Der Standard folgt der High Level Structure (HLS) und lässt sich mit bestehenden Managementsystemen wie ISO 27001 integrieren.
In unseren Projekten dauert die Implementierung eines AIMS von der KI-Inventarisierung bis zur Zertifizierungsreife zwischen 6 und 12 Monaten. Organisationen, die bereits ein Managementsystem nach ISO 27001 betreiben, profitieren von der gemeinsamen High Level Structure und können den Zeitraum auf 4 bis 8 Monate verkürzen. Die Dauer hängt von der Anzahl der eingesetzten KI-Systeme und dem organisatorischen Reifegrad ab.
Die Kosten richten sich nach der Anzahl der KI-Systeme im Scope, der Unternehmensgröße und dem bestehenden Reifegrad im Bereich KI-Governance. Pauschalpreise wären unseriös. Eine GAP-Analyse gegen ISO 42001 liefert innerhalb von zwei bis drei Wochen eine belastbare Aufwandsschätzung in Personentagen. SECURAM arbeitet auf Tagessatzbasis, sodass der Aufwand transparent bleibt.
SECURAM verbindet KI-Governance mit Informationssicherheit. Wer ein AIMS nach ISO 42001 aufbaut, muss auch Datenschutz, Informationssicherheit und Risikomanagement berücksichtigen. SECURAM integriert ISO 42001 mit bestehenden Managementsystemen nach ISO 27001, sodass kein Parallelsystem entsteht. Zusätzlich bereitet SECURAM auf die Anforderungen des EU AI Act vor, der ab August 2026 für Hochrisiko-KI-Systeme gilt.
Eine gesetzliche Pflicht zur ISO-42001-Zertifizierung besteht derzeit nicht. Allerdings schafft die Zertifizierung eine Konformitätsvermutung im Sinne des EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689). Unternehmen, die Hochrisiko-KI-Systeme nach Artikel 6 betreiben oder entwickeln, können mit einem zertifizierten AIMS den Nachweis der Compliance erleichtern. Branchenverbände und Auftraggeber fordern zunehmend den Nachweis einer strukturierten KI-Governance.
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) reguliert den Einsatz von KI in der Europäischen Union. Artikel 4 zur AI Literacy gilt seit Februar 2025, die Anforderungen an Hochrisiko-KI nach Artikel 6 greifen bis August 2026. ISO 42001 bietet einen strukturierten Rahmen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Die Europäische Kommission prüft ISO 42001 als harmonisierten Standard, was eine Konformitätsvermutung begründen würde.
Ja, beide Standards nutzen die High Level Structure (HLS) der ISO und lassen sich als integriertes Managementsystem betreiben. Gemeinsame Elemente wie Risikomanagement, interne Audits, Management Review und Dokumentationslenkung müssen nur einmal aufgebaut werden. In unseren Projekten empfehlen wir die Integration, weil KI-Systeme regelmäßig personenbezogene Daten verarbeiten und die Informationssicherheitsanforderungen der ISO 27001 ohnehin greifen.
Schatten-KI bezeichnet den unkontrollierten Einsatz von KI-Werkzeugen durch Mitarbeitende ohne Wissen oder Freigabe der IT-Abteilung. Typische Beispiele sind die Nutzung von ChatGPT für interne Dokumente, der Upload vertraulicher Daten in KI-Bildgeneratoren oder die Verwendung von KI-Plugins in Standardsoftware. Schatten-KI erzeugt Risiken für Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance, die ohne ein KI-Inventar unsichtbar bleiben.
ISO 42001 gilt für alle Organisationen, die KI-Systeme entwickeln, bereitstellen oder nutzen. Der Standard definiert KI breit: Jedes System, das aus Daten Muster ableitet und darauf basierend Vorhersagen, Empfehlungen oder Entscheidungen trifft, fällt in den Scope. Das umfasst Machine-Learning-Modelle, regelbasierte KI, Sprachmodelle und automatisierte Entscheidungssysteme. Die KI-Inventarisierung am Beginn des AIMS-Aufbaus klärt, welche Systeme konkret betroffen sind.
KIBaaS steht für KI-Beauftragter as a Service. SECURAM stellt einen externen KI-Beauftragten, der die Governance-Rolle für das AIMS übernimmt: Pflege des KI-Inventars, Durchführung von KI-Risikobewertungen, Vorbereitung interner Audits und Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Das Modell eignet sich für Organisationen, die die Zertifizierung erreicht haben und den laufenden Betrieb des AIMS ohne zusätzliche Festanstellung fortführen wollen.

Bereit für KI-Governance?

SECURAM prüft Ihre KI-Landschaft und zeigt den Weg zur ISO 42001.

Erstgespräch vereinbaren →

Nächster Schritt

Ihr Einstieg in die ISO 42001

GAP-Analyse

ISO 42001 GAP-Analyse

Wo steht Ihre Organisation im Bereich KI-Governance? Die GAP-Analyse liefert ein KI-Inventar und eine Reifegradmessung gegen die Anforderungen der ISO 42001.

GAP-Analyse anfragen →
Internes Audit

Internes Audit nach ISO 42001

SECURAM prüft Ihr AIMS als unabhängige Prüfinstanz nach Abschnitt 9.2 und bewertet die Wirksamkeit der implementierten KI-Controls und Governance-Strukturen.

Audit anfragen →
Implementierung

ISO 42001 implementieren

Vom KI-Inventar über den AIMS-Aufbau bis zur Zertifizierungsbegleitung: SECURAM übernimmt die Konzeption und begleitet die Umsetzung Ihres KI-Managementsystems.

Implementierung anfragen →

Kontakt

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Ansprechpartnerin

Nadine Eibel – SECURAM Consulting

Nadine Eibel

Gründerin & Geschäftsführerin
SECURAM Consulting GmbH

Über 20 Jahre Erfahrung in IT-Security und Informationssicherheit. Zertifiziert als CISM, Lead Auditorin ISO 27001 und ITIL Expert.

Kontaktdaten

Colonnaden 5
20354 Hamburg

Direkter Kontakt

Lieber direkt sprechen?
Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Termin buchen